Archive for the ‘Veranstaltung’Category

„Erster Magdeburger Verlegerabend“ am 2. November 2011 — Wir laden ein

Erster Magdebuger Verlegerabend

Ers­ter Mag­de­bu­ger Verlegerabend

Ken­nen Sie Ihre Kol­le­gen aus der Region? Wis­sen Sie, wel­che Ver­lage in Mag­de­burg und Umge­bung aktiv sind und mit wel­chem Pro­fil, mit wel­chen Auto­ren und wel­chen The­men­ge­bie­ten sie an den Markt gehen?

Auch wenn es nicht so scheint, so gibt es doch in Sachsen-Anhalt und spe­zi­ell in Mag­de­burg eine Ver­lag­szene. Nicht unbe­dingt auf den ers­ten Blick, doch diese Region hat Auto­ren, Ideen und Ver­lage, die Bücher pro­du­zie­ren. Nur muss­ten wir fest­stel­len, dass sich Ver­lage, Ver­le­ge­rin­nen und Ver­le­ger nicht unbe­dingt ken­nen. Und manch­mal geht es nicht um Wett­be­werb und Kon­kur­renz, son­dern um ein gegen­sei­ti­ges berei­chern und moti­vie­ren. Auch kann man nicht alle Pro­jekte im Allein­gang stemmen.

Also: Warum immer alleine arbei­ten? Das haben wir uns im Meine Ver­lag auch gefragt und laden daher zum „Ers­ten Mag­de­bur­ger Ver­le­ger­abend“ ein. Herz­lich will­kom­men sind alle Ver­le­ge­rin­nen und Ver­le­ger und ver­lags­na­hen Berufe der Stadt und Region Mag­de­burg zu einem locke­ren Aus­tausch und Kennenlernen.

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İstanbul Apartmanı. Eine Ausstellung der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und der Stipendiaten der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Ausstellung İstanbul Apartman

Aus­stel­lung İstan­bul Apartman

Die Gale­rie der Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle im Volks­park zeigt vom 13. Okto­ber bis 6. Novem­ber 2011 unter dem Titel „İstan­bul Apart­manı“ Arbei­ten der Istanbul-Stipendiaten der Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle und der Kunst­stif­tung des Lan­des Sachsen-Anhalt.

Über die Aus­stel­lung, die auf ihrer ers­ten Sta­tion vom 16. bis 30. Sep­tem­ber 2011 in der Gale­rie der Mimar Sinan Güzel Sanat­lar Üni­ver­si­tesi in Istan­bul gezeigt wurde, sagt Prof. Dr. Nike Bätz­ner, Pro­rek­to­rin der Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle: „Der erste Part unse­rer Stipendiaten-Ausstellung in Istan­bul war ein gro­ßer Erfolg. Par­al­lel zu den Eröff­nungs­ta­gen der Istanbul-Biennale konn­ten wir viel Fach­pu­bli­kum in die wun­der­ba­ren Aus­stel­lungs­räume der Mimar Sinan Güzel Sanat­lar Üni­ver­si­tesi am Bos­po­rus locken. Dass unsere Sti­pen­dia­ten die Zeit in Istan­bul inten­siv zum Arbei­ten und zur Aus­ein­an­der­set­zung mit die­ser ein­zig­ar­ti­gen Stadt genutzt haben, wird anhand der Expo­nate auf viel­fäl­tige Weise erfahr­bar. Die Zusam­men­ar­beit mit der Mimar Sinan Güzel Sanat­lar Üni­ver­si­tesi wer­den wir nach die­ser Erfah­rung wei­ter inten­si­vie­ren – ein schö­nes Zei­chen dafür ist, dass eine Dele­ga­tion aus Istan­bul zu unse­rer Aus­stel­lungs­er­öff­nung nach Halle kommt. In Istan­bul haben wir die Expo­nate wegen der über­bor­den­den Ein­drü­cke der 15-Millionen-Stadt sehr kon­zen­triert und museal prä­sen­tiert. In Halle hin­ge­gen stel­len wir her­aus, dass ein solch alle Sinne for­dern­des Inter­mezzo im Aus­land bei den jun­gen Künst­le­rin­nen und Künst­ler die Lust am Expe­ri­men­tie­ren und Pro­zesse aus­löst, die ihre Arbeit in auch für sie selbst über­ra­schende Rich­tun­gen wei­ter treibt.“

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10

10 2011

Künstlerischer Brückenschlag in Bernburg

Künst­ler aus drei Län­dern prä­sen­tie­ren am Sonn­tag, dem 9. Okto­ber 2011 ihre Arbei­ten zur Bern­bur­ger Marktbrücke

In Bern­burg (Saale) fin­det zur Zeit eine außer­ge­wöhn­li­che Kunst­ak­tion statt. Drei inter­na­tio­nale Künst­ler arbei­ten bereits seit Diens­tag an und mit der Bern­bur­ger Markt­brü­cke und set­zen sich mit deren beweg­ter Ver­gan­gen­heit aus­ein­an­der. Die Ergeb­nisse ihrer Arbeit prä­sen­tie­ren sie am Sonn­tag, dem 9. Okto­ber 2011 um 15 Uhr auf und an der Brücke.

Die Markt­brü­cke gilt den Bern­bur­gern in ihrer aktu­el­len Form eher als pro­ble­ma­tisch, als stö­ren­der Ein­griff in die Stadt­ar­chi­tek­tur. Ein Bogen­frag­ment ver­weist auf den Vor­gän­ger­bau und eine bewegte Ver­gan­gen­heit. Nach der faschis­ti­schen Macht­er­grei­fung 1934 gebaut, wurde sie 1945 zunächst wie­der gesprengt, bevor man sich lange Zeit mit einem Pro­vi­so­rium aus Stahl behalf, dabei den Brü­cken­pfei­ler des vor­ma­li­gen Über­gangs nutzend.

Schon häu­fig for­derte die Brü­cke die künst­le­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung her­aus. Mit Bri­gitte Per­roto aus Frank­reich, Mag­da­lene Dreb­ber aus Deutsch­land und Jan Smaga aus Polen, ent­wi­ckeln der­zeit drei Künst­ler neue Per­spek­ti­ven auf die Brü­cke und ihre Umge­bung. In einer inten­si­ven Arbeits­wo­che ent­wer­fen sie gemein­sam mit den bei­den Kura­to­ren Nancy Jahns und Sven Groß­kreutz von der Gale­rie Raum Hell­rot, Halle, Objekte und Ideen, die am Sonn­tag prä­sen­tiert wer­den sol­len. Bereits im Vor­feld haben sie sich mit der Geschichte des Ortes befasst, auf die sie in ihren Wer­ken Bezug neh­men. Noch ist frei­lich offen, wie sich die His­to­rie in den Arbei­ten wider­spie­geln wird. „Aus dem Ort des Strei­tes“, so die Kura­to­ren, „wird so ein neuer künst­le­ri­scher Raum in der Stadt. Die Ergeb­nisse der Aktion sol­len auch län­ger­fris­tig in Bern­burg zu sehen sein – und den Bür­gern hel­fen, ihre Brü­cke in einem neuen Licht zu sehen.“
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07

10 2011

Die Schreibkräfte – neue Literaturzeitschrift für Mitteldeutschland

Schreibkräfte. Literaturjournal aus Sachsen-Anhalt

Schreib­kräfte. Lite­ra­tur­jour­nal aus Sachsen-Anhalt

Texte mit allen Elb­was­sern gewa­schen prä­sen­tie­ren die Mag­de­bur­ger Schreib­kräfte zu den 20. Lite­ra­tur­ta­gen Sachsen-Anhalt. Mit ihren Auf­trit­ten als Lese­bühne sor­gen die Schreib­kräfte seit 2010 für gro­ßes Inter­esse, auch bei Men­schen, die klas­si­sche Dich­ter­le­sun­gen eher mei­den.  Nun set­zen die Schreib­kräfte nun auf ein zwar altes Medium dafür aber auf einen jun­gen Ver­lag. Wir prä­sen­tie­ren eine neue Lite­ra­tur­zeit­schrift für Mit­tel­deutsch­land: „Schreib­kräfte. Lite­ra­tur­jour­nal aus Sachsen-Anhalt“. Des­halb laden wir zu einer Pressekonferenz:

 

Mitt­woch, 21. Sep­tem­ber
13:30 Uhr
Meine Ver­lag Mag­de­burg
Kle­witz­straße 6, 39112 Magdeburg

Fri­sche Texte für das Land der Früh­auf­ste­her – denn Lite­ra­tur ist mehr als nur eine Kabi­netts­vor­lage. Mit dabei sein wird Uli Witt­s­tock von den Schreibkräften.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Es grüßt herzlich,

Jan Meine.

 

UPDATE: Die Mit­tel­deut­sche Zei­tung berich­tet in ihrer Online­aus­gabe über die „Schreibkräfte“

14

09 2011

Lovelybooks-Event “Social Web”: Gedanken zur Nutzung von Social Media in der Buchbranche

Ges­tern fand im Münch­ner Lite­ra­tur­haus das bran­chen­über­grei­fende Lovelybooks-Event “Social Web: Der direkte Kon­takt zum Leser” statt. Zwar konnte ich lei­der nicht direkt teil­neh­men, aber dank Livestream und Twit­ter die Ver­an­stal­tung gut mit­ver­fol­gen. Ver­lags­mit­ar­bei­ter, Buch­händ­ler, Anti­quare, Auto­ren, Blog­ger und Buch­freunde tra­fen sich, um über die Mög­lich­kei­ten und den Nut­zen von Social Media in der Buch­bran­che zu dis­ku­tie­ren. In das Thema führte zu Beginn Lean­der Wat­tig mit sei­nem Vor­trag “Was ist das Social Web? Wel­che Tools sind wich­tig und was hat das eigent­lich mit Büchern zu tun?” ein. Nina Red­de­mann, bei Han­ser für den Bereich Online­mar­ke­ting zustän­dig, stellte in einem Fall­bei­spiel vor, wie Han­ser die Community-Plattform Face­book nutzte. Nach der Mit­tags­pause ging es mit Twit­ter wei­ter. Tho­mas Pfeif­fer von den webevangelisten.de erklärte die Funk­ti­ons­weise die­ses Micro­blog­ger­diens­tes. Einen Höhe­punkt stellte dabei die ers­ten Twit­ter­geh­ver­su­che des Kri­mi­au­to­ren Andreas Franz dar, dem extra für die Ver­an­stal­tung ein Account ein­ge­rich­tet wurde (@krimifranz, jetzt schon 118 Fol­lo­wers bei 2 Tweets, Stand: 6.2.2010). Ohne Zurück­hal­tung tat Franz seine Mei­nung über Twit­ter kund. Einen Sinn in der Nut­zung die­ses Social Media Tools sah er (noch) nicht. Im Inter­net ist er mit sei­ner Web­site und dem Mai­ling gut unter­wegs, meint er. Das Thema “Auto­ren im Social Web” setzte Mar­cus Rafels­ber­ger fort. Der PRler setzte zur Bewer­bung sei­nes Romans bewußt Online­mar­ke­ting ein, die ent­spre­chen­den Kanäle zeigte er in sei­nem Vor­trag auf. Zwei Dinge waren dabei recht inter­es­sant. Zunächst bekam er nur mar­gi­nale Unter­stüt­zung durch sei­nen Ver­lag, der Social Media nicht exten­siv nutzte. Zwei­tens resü­mierte er nur ein “maues” Ergeb­nis sei­ner Bemü­hun­gen. Wie Social Media von Buch­hand­lun­gen und Buch­com­mu­nities (Rezen­si­ons­por­tale, Blog­ger) genutzt wer­den kann, zeig­ten Susanne Mar­tin von der Schil­ler­buch­hand­lung in Stutt­gart und Karla Paul von Buchkolumne/Lovelybooks auf. Frau Mar­tin ist u. a. auf Twit­ter (@SchillerBuch) und Face­book unter­wegs. Zudem nutzt sie Pod­cast zur Vor­stel­lung von Büchern. Ambi­va­lent sieht sie die Nut­zung von Social Media, da weni­ger Leser, als viel­mehr Kol­le­gen aus der Bran­che bei­spiels­weise auf Twit­ter unter­wegs sind. Zudem ist es eine Zeit­frage, die momen­tan durch die Freude daran auf­wie­gen kann. Frau Paul unter­strich noch einen wei­te­ren wich­ti­gen Punkt: wer in Social Media unter­wegs ist, muß authen­tisch sein. Die­sem Punkt stimme ich abso­lut zu. Hier gibt es kein Unter­schied zwi­schen der vir­tu­el­len und der rea­len Welt. Höf­lich­keit, Zuhö­ren, Anstand, Respekt gilt überall.

Wich­tige Fra­gen und Punkte wur­den in der Ver­an­stal­tung ange­spro­chen, man­ches hin­ge­gen auf­grund der Zeit weg­ge­las­sen (so bei­spiels­weise die ganze Pro­ble­ma­tik von SEO). Als Fern­teil­neh­mer möchte ich mich recht herz­lich für die Mög­lich­keit der Teil­nahme über Livestream und Twit­ter bedan­ken. Über letz­te­res konnte man seine Gedan­ken, Mei­nun­gen und Fra­gen in die Runde brin­gen. Dies brachte durch die Unmit­tel­bar­keit teil­weise eine Eigen­dy­na­mik zwi­schen den Vor-Ort-Leuten und Twit­ter­teil­neh­mern in die rege Dis­kus­sion ein. Der Hash­tag #BuchSW avan­cierte inner­halb kür­zes­ter Zeit zum belieb­tes­ten Schlag­wort in den Twittercharts.

Letzt­lich blieb die große Frage des Nut­zens ambi­va­lent unge­klärt, was mich zum zwei­ten Teil die­ses Posts bringt. Der Meine Ver­lag nutzt Social Media inten­siv, haupt­säch­lich den Blog, Twit­ter, Xing, Face­book, LastFM und Flickr. Vor­teil die­ser Tools ist es, schnell und unkom­pli­ziert ihn, seine Bücher und Auto­ren, seine Tätig­keit und seine Mit­ar­bei­ter vor­zu­stel­len. Der zweite Schwer­punkt liegt in der Kom­mu­ni­ka­tion mit ande­ren Leu­ten. Ich sage bewußt andere Leute. Denn hier liegt das Haupt­pro­blem, was ges­tern in der Dis­kus­sion immer wie­der durch­kam. Wen will man errei­chen? Den Leser? Kol­le­gen aus der Bran­che? Die Presse? Für letz­te­res sehe ich ganz gute Chan­cen, denn zahl­rei­che Jour­na­lis­ten sind im Web unter­wegs. Ebenso gilt dies für die Kol­le­gen. Kon­takte zu Ver­lags­kol­le­gen, als auch zu Buch­händ­lern und Auto­ren habe ich über Social Media schlie­ßen kön­nen. Aus­tausch und Infor­ma­tio­nen ste­hen an ers­ter Stelle. Wesent­lich pro­ble­ma­ti­scher sieht es bei den Lesern aus. Ehr­lich gesagt, ich weiß nicht, wie­viele Leser ich tat­säch­lich errei­che. Dies steht im Gegen­satz zu Zah­len wie “Face­book nut­zen 350 Mio. Men­schen”. 350 Mio. habe ich bestimmt nicht erreicht, wobei der Ver­lag wohl nur für einen Bruch­teil von ihnen inter­es­sant ist. Ein Teil von ihnen wird gärt­nern, an Autos schrau­ben, hand­wer­keln, Musik hören, wan­dern oder Com­pu­ter spie­len. Sie haben ganz andere Inter­es­sen und Ziele, warum sie im Netz unter­wegs sind. Hinzu kommt noch das Pro­blem, daß nicht alle Men­schen das Netz nut­zen. Mit Onlineak­ti­vi­tä­ten erreicht man sie nicht, weil sie ein­fach nicht da sind. Aber warum sollte man dann Social Media nut­zen, wenn es Zeit und Arbeit kos­tet und es frag­lich ist, ob man über­haupt damit mehr Bücher ver­kau­fen kann?

Für mich ist ist Social Media EINE Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­keit! Nicht mehr und nicht weni­ger. Geht man mit zu hohen Erwar­tun­gen heran (maxi­male Stei­ge­rung, abso­lute Ver­la­ge­rung von klas­si­scher PR auf Online) wird man ent­täuscht. Es geht nicht um ein Aus­spie­len, um ein Klas­sisch vs. Social Media. Es geht um eine ver­nünf­tige Ergän­zung, um Chan­cen, um Aus­pro­bie­ren, um unmit­tel­ba­ren Kon­takt und Reak­tion. Das Zeit– und Arbeits­pro­blem ist mit einer inter­nen Prio­ri­tä­ten­set­zung gut zu lösen. Was will ich wen wo errei­chen? Die diver­sen Tools haben einen bestimm­ten Ver­wen­dungs­zweck, der sie aus­zei­chent. Twit­ter ist bei­spiels­weise sehr schnell, fast stak­ka­to­ar­tig. Da hilft ein wöchent­lich abge­setz­ter Tweet nichts, weil er ein­fach unter der Mas­ser der ande­ren unter­geht. Wenn ich die Zeit dafür nicht habe, dann muß ich mir Alter­na­ti­ven suchen.

Und warum ist es aus­pro­bie­ren? Ganz ein­fach: es gibt keine Lang­zeit­er­fah­rung wie in der klas­si­schen PR oder Öffent­lich­keits­ar­beit. Zudem kom­men neue Pro­gramme und Anwen­dun­gen hinzu. Panta rhei! Der schlech­teste Rat­ge­ber ist Angst, der Beste, sich die Mög­lich­kei­ten anschauen, über den Nut­zen und Auf­wand klar wer­den und dann Erfah­run­gen sammeln.

Ein ers­ter Bericht über den Event ist auf Buchmarkt.de zu finden.

Update (7.2.2010):

Die Zahl der Berichte über die Ver­an­stal­tung nimmt jetzt lang­sam zu.

Update II (8.2.2010):

Die Vor­träge von Lean­der Wat­tig, Nina Red­de­mann, Tho­mas Pfeif­fer, Susanne Mar­tin und Karla Paul kön­nen als Mit­schnitte nach­träg­lich ange­hört wer­den. Die Prä­sen­ta­ti­ons­fo­lien von Wat­tigs Vor­trag sind auf sei­nem Blog ein­seh­bar.

06

02 2010

Lovelybooks-Event “Social Web”: Gedanken zur Nutzung von Social Media in der Buchbranche

Ges­tern fand im Münch­ner Lite­ra­tur­haus das bran­chen­über­grei­fende Lovelybooks-Event “Social Web: Der direkte Kon­takt zum Leser” statt. Zwar konnte ich lei­der nicht direkt teil­neh­men, aber dank Livestream und Twit­ter die Ver­an­stal­tung gut mit­ver­fol­gen. Ver­lags­mit­ar­bei­ter, Buch­händ­ler, Anti­quare, Auto­ren, Blog­ger und Buch­freunde tra­fen sich, um über die Mög­lich­kei­ten und den Nut­zen von Social Media in der Buch­bran­che zu dis­ku­tie­ren. In das Thema führte zu Beginn Lean­der Wat­tig mit sei­nem Vor­trag “Was ist das Social Web? Wel­che Tools sind wich­tig und was hat das eigent­lich mit Büchern zu tun?” ein. Nina Red­de­mann, bei Han­ser für den Bereich Online­mar­ke­ting zustän­dig, stellte in einem Fall­bei­spiel vor, wie Han­ser die Community-Plattform Face­book nutzte. Nach der Mit­tags­pause ging es mit Twit­ter wei­ter. Tho­mas Pfeif­fer von den webevangelisten.de erklärte die Funk­ti­ons­weise die­ses Micro­blog­ger­diens­tes. Einen Höhe­punkt stellte dabei die ers­ten Twit­ter­geh­ver­su­che des Kri­mi­au­to­ren Andreas Franz dar, dem extra für die Ver­an­stal­tung ein Account ein­ge­rich­tet wurde (@krimifranz, jetzt schon 118 Fol­lo­wers bei 2 Tweets, Stand: 6.2.2010). Ohne Zurück­hal­tung tat Franz seine Mei­nung über Twit­ter kund. Einen Sinn in der Nut­zung die­ses Social Media Tools sah er (noch) nicht. Im Inter­net ist er mit sei­ner Web­site und dem Mai­ling gut unter­wegs, meint er. Das Thema “Auto­ren im Social Web” setzte Mar­cus Rafels­ber­ger fort. Der PRler setzte zur Bewer­bung sei­nes Romans bewußt Online­mar­ke­ting ein, die ent­spre­chen­den Kanäle zeigte er in sei­nem Vor­trag auf. Zwei Dinge waren dabei recht inter­es­sant. Zunächst bekam er nur mar­gi­nale Unter­stüt­zung durch sei­nen Ver­lag, der Social Media nicht exten­siv nutzte. Zwei­tens resü­mierte er nur ein “maues” Ergeb­nis sei­ner Bemü­hun­gen. Wie Social Media von Buch­hand­lun­gen und Buch­com­mu­nities (Rezen­si­ons­por­tale, Blog­ger) genutzt wer­den kann, zeig­ten Susanne Mar­tin von der Schil­ler­buch­hand­lung in Stutt­gart und Karla Paul von Buchkolumne/Lovelybooks auf. Frau Mar­tin ist u. a. auf Twit­ter (@SchillerBuch) und Face­book unter­wegs. Zudem nutzt sie Pod­cast zur Vor­stel­lung von Büchern. Ambi­va­lent sieht sie die Nut­zung von Social Media, da weni­ger Leser, als viel­mehr Kol­le­gen aus der Bran­che bei­spiels­weise auf Twit­ter unter­wegs sind. Zudem ist es eine Zeit­frage, die momen­tan durch die Freude daran auf­wie­gen kann. Frau Paul unter­strich noch einen wei­te­ren wich­ti­gen Punkt: wer in Social Media unter­wegs ist, muß authen­tisch sein. Die­sem Punkt stimme ich abso­lut zu. Hier gibt es kein Unter­schied zwi­schen der vir­tu­el­len und der rea­len Welt. Höf­lich­keit, Zuhö­ren, Anstand, Respekt gilt überall.

Wich­tige Fra­gen und Punkte wur­den in der Ver­an­stal­tung ange­spro­chen, man­ches hin­ge­gen auf­grund der Zeit weg­ge­las­sen (so bei­spiels­weise die ganze Pro­ble­ma­tik von SEO). Als Fern­teil­neh­mer möchte ich mich recht herz­lich für die Mög­lich­keit der Teil­nahme über Livestream und Twit­ter bedan­ken. Über letz­te­res konnte man seine Gedan­ken, Mei­nun­gen und Fra­gen in die Runde brin­gen. Dies brachte durch die Unmit­tel­bar­keit teil­weise eine Eigen­dy­na­mik zwi­schen den Vor-Ort-Leuten und Twit­ter­teil­neh­mern in die rege Dis­kus­sion ein. Der Hash­tag #BuchSW avan­cierte inner­halb kür­zes­ter Zeit zum belieb­tes­ten Schlag­wort in den Twittercharts.

Letzt­lich blieb die große Frage des Nut­zens ambi­va­lent unge­klärt, was mich zum zwei­ten Teil die­ses Posts bringt. Der Meine Ver­lag nutzt Social Media inten­siv, haupt­säch­lich den Blog, Twit­ter, Xing, Face­book, LastFM und Flickr. Vor­teil die­ser Tools ist es, schnell und unkom­pli­ziert ihn, seine Bücher und Auto­ren, seine Tätig­keit und seine Mit­ar­bei­ter vor­zu­stel­len. Der zweite Schwer­punkt liegt in der Kom­mu­ni­ka­tion mit ande­ren Leu­ten. Ich sage bewußt andere Leute. Denn hier liegt das Haupt­pro­blem, was ges­tern in der Dis­kus­sion immer wie­der durch­kam. Wen will man errei­chen? Den Leser? Kol­le­gen aus der Bran­che? Die Presse? Für letz­te­res sehe ich ganz gute Chan­cen, denn zahl­rei­che Jour­na­lis­ten sind im Web unter­wegs. Ebenso gilt dies für die Kol­le­gen. Kon­takte zu Ver­lags­kol­le­gen, als auch zu Buch­händ­lern und Auto­ren habe ich über Social Media schlie­ßen kön­nen. Aus­tausch und Infor­ma­tio­nen ste­hen an ers­ter Stelle. Wesent­lich pro­ble­ma­ti­scher sieht es bei den Lesern aus. Ehr­lich gesagt, ich weiß nicht, wie­viele Leser ich tat­säch­lich errei­che. Dies steht im Gegen­satz zu Zah­len wie “Face­book nut­zen 350 Mio. Men­schen”. 350 Mio. habe ich bestimmt nicht erreicht, wobei der Ver­lag wohl nur für einen Bruch­teil von ihnen inter­es­sant ist. Ein Teil von ihnen wird gärt­nern, an Autos schrau­ben, hand­wer­keln, Musik hören, wan­dern oder Com­pu­ter spie­len. Sie haben ganz andere Inter­es­sen und Ziele, warum sie im Netz unter­wegs sind. Hinzu kommt noch das Pro­blem, daß nicht alle Men­schen das Netz nut­zen. Mit Onlineak­ti­vi­tä­ten erreicht man sie nicht, weil sie ein­fach nicht da sind. Aber warum sollte man dann Social Media nut­zen, wenn es Zeit und Arbeit kos­tet und es frag­lich ist, ob man über­haupt damit mehr Bücher ver­kau­fen kann?

Für mich ist ist Social Media EINE Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­keit! Nicht mehr und nicht weni­ger. Geht man mit zu hohen Erwar­tun­gen heran (maxi­male Stei­ge­rung, abso­lute Ver­la­ge­rung von klas­si­scher PR auf Online) wird man ent­täuscht. Es geht nicht um ein Aus­spie­len, um ein Klas­sisch vs. Social Media. Es geht um eine ver­nünf­tige Ergän­zung, um Chan­cen, um Aus­pro­bie­ren, um unmit­tel­ba­ren Kon­takt und Reak­tion. Das Zeit– und Arbeits­pro­blem ist mit einer inter­nen Prio­ri­tä­ten­set­zung gut zu lösen. Was will ich wen wo errei­chen? Die diver­sen Tools haben einen bestimm­ten Ver­wen­dungs­zweck, der sie aus­zei­chent. Twit­ter ist bei­spiels­weise sehr schnell, fast stak­ka­to­ar­tig. Da hilft ein wöchent­lich abge­setz­ter Tweet nichts, weil er ein­fach unter der Mas­ser der ande­ren unter­geht. Wenn ich die Zeit dafür nicht habe, dann muß ich mir Alter­na­ti­ven suchen.

Und warum ist es aus­pro­bie­ren? Ganz ein­fach: es gibt keine Lang­zeit­er­fah­rung wie in der klas­si­schen PR oder Öffent­lich­keits­ar­beit. Zudem kom­men neue Pro­gramme und Anwen­dun­gen hinzu. Panta rhei! Der schlech­teste Rat­ge­ber ist Angst, der Beste, sich die Mög­lich­kei­ten anschauen, über den Nut­zen und Auf­wand klar wer­den und dann Erfah­run­gen sammeln.

Ein ers­ter Bericht über den Event ist auf Buchmarkt.de zu finden.

Update (7.2.2010):

Die Zahl der Berichte über die Ver­an­stal­tung nimmt jetzt lang­sam zu.

Update II (8.2.2010):

Die Vor­träge von Lean­der Wat­tig, Nina Red­de­mann, Tho­mas Pfeif­fer, Susanne Mar­tin und Karla Paul kön­nen als Mit­schnitte nach­träg­lich ange­hört wer­den. Die Prä­sen­ta­ti­ons­fo­lien von Wat­tigs Vor­trag sind auf sei­nem Blog ein­seh­bar.

06

02 2010

Studierende2009: Lesenacht findet am 29. November 2009 statt

Lesenacht, Quelle: Studierende2009

Lese­nacht, Quelle: Studierende2009

Nach dem Auf­takt zu “600 Bäume, 600 Jahre Uni­ver­si­täts­ge­schichte” und der Tagung zu “Hum­boldt – reloa­ded! Per­spek­ti­ven im gegen­wär­ti­gen Ver­hält­nis von Stu­dium – Arbeit – Leben” geht es mit den Ver­an­stal­tun­gen der Studierenden2009 zu den Leip­zi­ger Uni­ver­si­täts­fei­ern wei­ter. Am 29. Novem­ber 2009 fin­det im archi­tek­to­nisch sehens­wer­tem Trep­pen­haus der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Alber­tina, Beet­ho­ven­str. 6, die Lese­nacht zum Thema “Aus der Tiefe von 600 Jah­ren Leip­zi­ger Stu­die­ren­den­ge­schichte. Lese­abend stu­den­ti­scher Ego-Dokumente” statt. Stu­die­rende lesen stu­den­ti­scher Texte aus sechs Jahr­hun­der­ten Uni­ver­si­täts­ge­schichte (Briefe, Tage­bü­cher, Erin­ne­run­gen) für ein brei­tes Publi­kum­vor. Beglei­tet wird die Ver­an­stal­tung von musi­ka­li­schen Dar­bie­tun­gen Leip­zi­ger Stu­den­ten. Alle Inter­es­sier­ten  sind herz­lich eingeladen.

  • Lese­nacht: Aus der Tiefe von 600 Jah­ren Leip­zi­ger Studierendengeschichte
  • Datum: 29. Novem­ber 2009
  • Beginn: 19.00 Uhr, Ein­laß: 18.30 Uhr
  • Ort: Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Leip­zig “Alber­tina”, Beet­ho­ven­str. 6

Wei­tere Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf der Web­site von Studierende2009.

28

10 2009