Archive for the ‘Elektronisches Publizieren’Category

Neue Artikel im Magdeburger Journal zur Sicherheitsforschung

Der Meine Ver­lag setzt das Mag­de­bur­ger Jour­nal zur Sicher­heits­for­schung mit dem 2. Band fort. Die ers­ten bei­den Arti­kel der Serie „Infor­ma­ti­ons­tech­nik und Sicher­heits­po­li­tik. Wird der dritte Welt­krieg im Inter­net aus­ge­tra­gen?“, her­aus­ge­ge­ben von Jörg Sam­ble­ben und Ste­fan Schu­ma­cher, sind bereits online. Robert Kud­rass setzt sich in „Daten­schutz, IT-Sicherheit, Betriebs­schutz: Unter­neh­mens­ent­schei­dun­gen zwi­schen gesetz­li­chem Zwang und betrieb­li­cher Not­wen­dig­keit“ mit dem Risiko des Daten­dieb­stahls über Fir­men­netz­werke aus­ein­an­der und wie Kon­zerne immer wie­der Opfer von Hacker­an­grif­fen wer­den. In „Sicher­heits­um­feld Cyber-Space: Abhän­gig­kei­ten, Akteure, Her­aus­for­de­run­gen und Per­spek­ti­ven“ von Felix F. Seid­ler wird der Wan­del der Sicher­heits­po­li­tik im Cyber-Space, aus­ge­hend von einer zuneh­men­den Ver­net­zung sämt­li­cher elek­tro­ni­scher Geräte, thematisiert.

Zeit­nah erschei­nen auch Texte u. a. von Kris­tin Krü­ger Gün­ther K. Weiße.

Außer­halb die­ser Serie erscheint auch der Arti­kel „Ein­füh­rung in die For­schungs­the­ma­tik der ver­deck­ten Kanäle“ von Stef­fen Wend­zel und Jörg Kel­ler. Die­ser Text erscheint in der Serie zum Datenspuren-Symposium des Chaos Com­pu­ter Club Dres­den und bie­tet zunächst eine Ein­füh­rung in die The­ma­tik der verdeckten

Kanäle, ihre Risi­ken und Chan­cen. Anschlie­ßend wer­den exem­pla­risch einzelne

Tech­ni­ken zur Erzeu­gung von ver­deck­ten Kanä­len vor­ge­stellt, sowie gän­gige Gegen­maß­nah­men dis­ku­tiert. Der Arti­kel schließt mit einem Über­blick über neuere Tech­ni­ken der letz­ten Jahre.

 

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12 2011

Seit heute online: Band 2 — Heft 1 von „Arbeitstitel. Forum für Leipziger Promovierende“

Spie­len ist etwas für Kin­der – so könnte man mei­nen. Wie viel mehr es sein kann, zeigt die heute ver­öf­fent­lichte neue Aus­gabe der OpenAccess-Fachzeitschrift „Arbeits­ti­tel. Forum für Leip­zi­ger Pro­mo­vie­rende“. Unter dem Titel „Das Spiel zwi­schen Chaos, Stra­te­gie und Unter­hal­tung“ sind fol­gende Bei­träge als pdf her­un­ter­lad­bar:

Ellen Juen­ger: Spiele­mu­sik und Musik­spiele: Zur ludo­lo­gi­schen Funk­tion von Musik in Video– und Computerspielen

Mat­thias Grüne: Fik­ti­ons­spiele. Über­le­gun­gen zu einer fik­ti­ons­theo­re­ti­schen
Unter­su­chung von Kin­der­er­zäh­lun­gen an Bei­spie­len der Leip­zi­ger Buchkinder

Auch mit die­sem Heft wün­schen wir Ihnen wie­der viele inter­es­sante und inter­es­sie­rende Über­le­gun­gen und freuen uns, Ihnen für den Herbst 2010 bereits das dritte Heft von Arbeits­ti­tel zum Thema der 10. Leip­zi­ger Pro­mo­ti­ons­vor­träge aus dem Som­mer­se­mes­ter 2010 ankün­di­gen zu kön­nen: „Kon­takt­zo­nen – Schnitt­stel­len der Adap­tion und Verweigerung“.

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08 2010

E-Books im Meine Verlag

Jetzt geht es so lang­sam los: wir bauen unse­ren E-Book-Bereich auf. Eigent­lich sollte es alles viel schnel­ler gehen, aber dann tra­ten unvor­her­ge­se­hene Pro­bleme auf, die erst­mal alles etwas brems­ten. Das Gute daran war, wir hat­ten Zeit zum Über­le­gen, Nach­den­ken und Beob­ach­ten. Wie sieht es nun mit den E-Books bei uns aus?

1. Unsere E-Books sind im ganz klas­si­schen Pdf-Format. Nur so bleibt das Sei­ten­lay­out fest. Da wir haupt­säch­lich wis­sen­schaft­li­che Lite­ra­tur publi­zie­ren und dort die Zitier­bar­keit gege­ben sein muß, ist das für uns jetzt die opti­male Lösung. Daß die Bücher auf die­sem Wege nicht ideal auf mobi­len End­ge­rä­ten wie Handy etc. gele­sen wer­den kön­nen, ist uns bewußt. Aber wis­sen­schaft­li­che Publi­ka­tio­nen wer­den ohne­hin mehr sta­tio­när als mobil gele­sen, denn mit ihnen wird gear­bei­tet (Anstrei­chen, Kom­men­tie­ren etc.).

2. Unsere E-Books sind DRM-frei (Digi­tal Rights Manage­ment – Digi­tale Rech­te­ver­wal­tung). Diese Ent­schei­dung haben wir bewußt getrof­fen. Der Leser erwirbt das E-Book und nach unse­rer Auf­fas­sung ist es nicht sinn­voll, ihm bei der Nut­zung Ein­schrän­kun­gen zu machen. Schließ­lich tun wir dies beim Print auch nicht. Was die ille­gale Ver­brei­tung der E-Books betrifft: DRM funk­tio­nie­ren nie so, daß sie nicht gehackt wer­den kön­nen. Es ent­wi­ckelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel. Wie dies aus­geht, haben die Erfah­run­gen aus der Musik­bran­che gezeigt. Der Leser soll nicht für die Angst des Ver­la­ges vor ille­ga­ler Ver­brei­tung zah­len. Das bedeu­tet aber auch im Umkehr­schluß: wer ille­gal die Bücher ver­brei­tet, scha­det nicht nur dem Ver­lag, son­dern in aller ers­ter Linie dem Autor! Er ver­wehrt ihm seine Ent­loh­nung. Hier ist Anstand und Red­lich­keit gefragt.

Unsere Bücher sind u. a. über libreka! zu bezie­hen.

Wer übri­gens einen bar­rie­re­freien Zugang zu sei­nen Publi­ka­tio­nen wünscht, kann gerne sein Manu­skript bei uns als Open Access auf Wissens-Werk.de ver­öf­fent­li­chen.

Wir star­ten unsere E-Book-Sparte mit dem Buch von

  • Uta Mar­quardt: “… und hat sein Tes­ta­ment und letz­ten Wil­len also gemacht.” Gör­lit­zer Bür­ger­tes­ta­mente des 16. Jahr­hun­derts, Leip­zig 2009.

Zum Buch:

Gör­litz ist bekannt für seine fas­zi­nie­rende Alt­stadt, die beson­ders durch ihre Renaissance-Bauten geprägt wird. In ihren Gas­sen und Plät­zen lässt es sich ein­tau­chen in das 16. Jahr­hun­dert – in die Blü­te­zeit der Stadt. Die­ser Zeit wid­met sich das vor­lie­gende Buch mit dem Ziel, das Leben in jener Epo­che bes­ser ver­ste­hen zu lernen.

Die Auto­rin nähert sich ihrem Thema, indem sie über­lie­ferte Gör­lit­zer Tes­ta­mente auf unter­schied­lichste Art und Weise aus­wer­tet. Tes­ta­mente bie­ten dabei einen viel­fäl­ti­gen Ein­blick in die Lebens­wel­ten der Men­schen jener Zeit. Sie zei­gen, wer in der Stadt lebte und wen man in sei­ner letzt­wil­li­gen Ver­fü­gung bedachte, aber auch, was man alles sein Eigen nannte und wie groß dabei die mate­ri­el­len und sozia­len Unter­schiede zwi­schen den Bevöl­ke­rungs­schich­ten waren. Dar­über hin­aus ver­an­schau­li­chen sie beste­hende Fami­li­en­ver­hält­nisse oder ver­brei­tete Ängste und Hoff­nun­gen der Stadtbevölkerung.

Die Gör­lit­zer Tes­ta­mente sind in den Stadt­bü­chern neben einer Reihe wei­te­rer Ein­träge zu fin­den. Ihre große Anzahl und der lange Über­lie­fe­rungs­zeit­raum las­sen sie zu einer außer­or­dent­lich bedeu­ten­den Quelle für sozi­al­ge­schicht­li­che Unter­su­chun­gen werden.

Zur Auto­rin:

Uta Mar­quardt, geb. 1969 in Löbau/Sachs., stu­dierte Geschichte und Kunst­ge­schichte an den Uni­ver­si­tä­ten Leip­zig und Lyon und pro­mo­vierte an der Uni­ver­si­tät Osna­brück. Sie lebt mit ihrer Fami­lie in Dresden.

Aus­stat­tung und Preis

  • 245 + V Seiten
  • 12 Abbil­dun­gen
  • 3 Dia­gramme und Grafiken
  • zahl­rei­che Tabellen
  • Quel­len– und Lite­ra­tur­ver­zeich­nis, Anhang

Print:

  • ISBN: 978 – 3-9811859 – 9-7
  • Preis: 32,95 EUR

E-Book:

  • ISBN: 978 – 3-941305 – 99-1
  • Preis: 19,95 EUR
  • zu bezie­hen über libreka!

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03 2010

OpenAccess-Zeitschrift AEON im Directory of Open Access Journals aufgenommen

Unsere OpenAccess-Zeitschrift “AEON – Forum für junge Geschichts­wis­sen­schaft” ist jetzt in die Daten­bank des Direc­tory of Open Access Jour­nals (DOAJ) der Uni­ver­si­tät Lund auf­ge­nom­men wor­den. DOAJ ist ein Ver­zeich­nis von elek­tro­ni­schen Zeit­schrif­ten, die nach den Grund­sät­zen des Open Access publi­zie­ren. Es wer­den nach stren­gen Kri­te­rien nur wis­sen­schaft­li­che Zeit­schrif­ten auf­ge­nom­men, die über ein Qua­li­täts­kon­troll­sys­tem wie das Peer-Review-Verfahren ver­fü­gen und sofort nach dem Erschei­nen (also keine embargo period) ein­seh­bar sind. Im Gegen­satz zur EZB (Elek­tro­ni­sche Zeit­schrif­ten­bi­blio­thek) kön­nen die Arti­kel im DOAJ gele­sen wer­den (abhän­gig von der Sys­tem­pflege der Her­aus­ge­ber oder des Ver­la­ges). Alle Arti­kel von AEON wur­den in das DOAJ ein­ge­speist und kön­nen dort wie auch bei Wissens-Werk.de gele­sen werden.

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03 2010

Online, offline: Welche Publikationsform ist wichtiger?

Seit gerau­mer Zeit stoße ich immer wie­der auf ein Thema, was in zahl­rei­chen Dis­kus­sio­nen ange­ris­sen wird, aber kaum mal kon­zen­triert bespro­chen wird. Es ist die Frage nach dem Bedeu­tungs­un­ter­schied zwi­schen klas­si­scher Print– und der (moder­ne­ren) Online­pu­bli­ka­tion. Ohne Zwei­fel ist es in der Ver­lags­bran­che und im Wis­sen­schafts­be­trieb seit gerau­mer Zeit zu einer mas­si­ven Ver­än­de­rungs­be­we­gung gekom­men: als Stich­worte sol­len hier Digi­ta­li­sie­rung, E-Book und Open Access genannt wer­den. Gleich­zei­tig tref­f­eich in ver­schie­de­nen Gesprä­chen mit Fach­kol­le­gen aus der Wis­sen­schaft (gut, es sind bei mir i. d. R. His­to­ri­ker oder andere Geis­tes­wis­sen­schaft­ler) auf Beden­ken, Unkennt­nis und einer – indi­rek­ten  – Abwer­tung von Online­pu­bli­ka­tio­nen. Ähn­li­ches wird in dem Arti­kel von Samuel Schläfli zur Akzep­tanz von Open Access ange­deu­tet, den ich hier schon mal gepos­tet in einem ande­ren Zusam­men­hang gepos­tet habe. Für beide Pubil­ka­ti­ons­ar­ten sind die Vor– und Nach­teile bekannt: Online­ver­öf­fent­li­chun­gen, vor allem im Open Access-Format, fin­den eine bes­sere und schnel­lere Ver­brei­tung, kön­nen bes­ser rezi­piert wer­den und för­dern den For­schungs­dis­kurs. Ande­rer­seits bie­tet der klas­si­sche Druck hap­ti­sche Vor­teile bei der Bear­bei­tung von Tex­ten (mar­kie­ren, strom­u­n­ab­hän­gig, man “besitzt” es eben, bis­her auch eine gege­bene Akzep­tanz). Was ich mich frage ist, warum wird die­ser Unter­schied in der Wer­tung von Publi­ka­ti­ons­ar­ten immer noch gemacht? Ich habe in bei­den For­men Auf­sätze publi­ziert und emp­fand online für den Grad der Ver­brei­tung wesent­lich nütz­li­cher. Was sind die Gründe dafür und in wel­chen Berei­chen (denn ich denke, daß eine dem Ver­wen­dungs­zweck ange­paßte Publi­ka­ti­ons­form die “Ide­al­lö­sung” wäre) wären die unter­schied­li­chen Arten geeig­net? Was mei­nen Sie dazu?

OpenAccess-Zeitschrift Arbeitstitel nun in der EZB gelistet

Arbeitstitel. Forum für Leipziger PromovierendeNicht nur das Publi­zie­ren von neue­ren For­schungs­er­kent­nis­sen ist für die Wissnschaft wich­tig, son­dern auch das Gefun­den wer­den in diver­sen Daten­ban­ken als Vor­aus­set­zung für die Rezep­tion. Dies gilt beson­ders für Open Access-Dokumente. Als gute Nach­richt kön­nen wir Ihnen nun mit­tei­len, daß unsere Open Access-Zeitschrift “Arbeits­ti­tel. Forum für Leip­zi­ger Pro­mo­vie­rende” end­lich in die Daten­bank der Elek­tro­ni­schen Zeit­schrif­ten­bi­blio­thek (EZB) gelis­tet ist. Schnell und unkom­pli­ziert ist von jetzt ab ein Voll­textzu­griff über die Meta­ebene der deut­schen Ver­bund­kat­a­loge möglich.

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02 2010

OpenAccess-Journal “Arbeitstitel” in der DOAJ aufgenommen

Arbeitstitel. Forum für Leipziger PromovierendeAm 11. Februar 2010 wurde das OpenAccess-Journal “Arbeits­ti­tel. Forum für Leip­zi­ger Pro­mo­vie­rende” in die Daten­bank des Direc­tory of Open Access Jour­nals (DOAJ) der Uni­ver­si­tät Lund auf­ge­nom­men. Im DOAJ ist ein Ver­zeich­nis von elek­tro­ni­schen Zeit­schrif­ten, die nach den Grund­sät­zen des Open Access publi­zie­ren. Es wer­den nach stren­gen Kri­te­rien nur wis­sen­schaft­li­che Zeit­schrif­ten auf­ge­nom­men, die über ein Qua­li­täts­kon­troll­sys­tem wie das Peer-Review-Verfahren ver­fü­gen und sofort nach dem Erschei­nen (also keine embargo period) ein­seh­bar sind. Im Gegen­satz zur EZB (Elek­tro­ni­sche Zeit­schrif­ten­bi­blio­thek) kön­nen die Arti­kel im DOAJ gele­sen wer­den (abhän­gig von der Sys­tem­pflege der Her­aus­ge­ber oder des Ver­la­ges). Natür­lich könenn alle Bei­träge von Arbeits­ti­tel nicht nur auf Wissens-Werk.de, son­dern auch im DOAJ gele­sen werden.

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02 2010

Diskussion: sind E-Books eine eigene Medienform?

In den letz­ten Mona­ten ent­wi­ckelte sich um E-Books und ihre Bedeu­tung für die Ver­lags– und Medi­en­bran­che eine heiße Dis­kus­sion. Auf­trieb erhielt sie durch die Vor­stel­lung des iPads, dem u. a. Lese­ge­rät für E-Books von Apple. Der Grund­ton in der Dis­kus­sion ist, daß sich hier für Ver­le­ger neue Geschäfts­mo­delle auf­tun, die sie auf­grund ihrer kon­ser­va­ti­ven, wenig beweg­li­chen und behar­ren­den Ein­stel­lung ver­spie­len. War­nun­gen, es wird der Ver­lags­bran­che dann wie der Musik­in­dus­trie bei Bei­hal­tung die­ser Posi­tion erge­hen, sind nicht zu über­hö­ren. Ohne Zwei­fel gibt es diese Posi­tion. Gleich­zei­tig ver­su­chen nicht wenige Ver­lage, mit diver­sen Model­len diese Sparte zu bedie­nen. Und nun fan­gen die Pro­bleme, die Unsi­cher­hei­ten, die ver­schie­de­nen Erwar­tun­gen, die auf­ein­an­der pral­len, an. Unter­schied­lich kon­fi­gu­rierte, zumeist jetzt noch für die All­ge­mein­heit arg über­teu­erte End­ge­räte ste­hen diver­sen For­ma­ten gegen­über. Dabei spielt die Rech­te­ver­wal­tung eine nicht zu unter­schät­zende Rolle. Wei­tere Pro­blem­fel­der sind die Preis­ge­stal­tung: zu teuer rufen die einen, weni­ger geht nicht rufen die ande­ren. Und wie kommt das E-Book zum End­kun­den? Die Rolle als zen­trale Platt­form füllt libreka! (vom Bör­sen­ver­ein des deut­schen Buch­han­dels gelei­tet) nicht aus, bekannte, von der Masse der Leser (die es ja so noch nicht gibt) Alter­na­ti­ven gibt es – zumin­dest in Deutsch­land – noch nicht. Dies wird sich wohl mit dem iBook-Store von Apple ändern.

Das Grund­pro­blem beim E-Book ist:

1. Die Dis­kus­sion geht von der klas­si­schen Publi­ka­tion aus. Alle Argu­mente, Vor­stel­lun­gen und Ideen bezie­hen sich auf ein klas­si­sches Pro­dukt, wel­ches eben nun elek­tro­nisch ist. Das ist der fal­sche Ausgangspunkt.

2. Erschließt sich aus 1. Wie soll das E-Book aus­se­hen? Soll es ein­fach ein elek­tro­ni­sches Buch sein? Soll es Zusatz­funk­tio­nen haben und wenn ja, wel­che? Oder ist es am Ende ein eige­nes Ding (das evo­lu­tio­näre Kind des Buches)? Und diese Frage stellt sich an die End­nut­zer: was soll das E-Book kön­nen? Die­ser letzte Punkt fehlt mir kom­plett in der Dis­kus­sion. Da wird gesagt, die E-Books so gehen nicht, aber was sie kön­nen sol­len, lese ich lei­der in kei­ner Diskussion.

Was bleibt aber beim E-Book, auch wenn es zu einer eige­nen Medien(-Misch-)form wird. An ers­ter Stelle steht die Idee, die Geschichte bei der Bel­le­tris­tik, die These beim Sach– und Fach­buch. Liegt das Manu­skript vor, so braucht es ein gutes Lek­to­rat, um die Spreu vom Wei­zen zu tren­nen. Dem folgt der Satz, zusätz­li­che Medi­en­mög­lich­kei­ten (Ton, Bild, Inter­ak­ti­vi­tät), die Her­stel­lung. Letz­te­res wird sich ab einem bestimm­ten Punkt, näm­lich dann, wenn die Fah­nen zum Druck gehen, ändern. Dies ist auch der Punkt, an dem sich das E-Book von der klas­si­schen Form unter­schei­det, wo der zukünf­tige Men­ta­li­täts­wan­del, der Bruch im heu­ti­gen Den­ken liegt. Es gibt kein Ori­gi­nal mehr. Alles ist Kopie und Ori­gi­nal zugleich, zudem unend­lich ver­viel­fäl­tig­bar. Hier liegt die Krux. Warum soll ich als Leser genau­so­viel für das E-Book wie für eine Druck­aus­gabe bezah­len, wenn der Ver­lag nur noch auf Copy&Paste drü­cken muß. Kas­siert da der Ver­lag nicht ab? Wie recht­fer­tigt er den Preis, der höher als ein paar Euros liegt? Hier den­ken sowohl Leser, als auch Ver­lag vom klas­si­schen Buch her. Das ist das eigent­li­che Kern­pro­blem der Dis­kus­sion! Ent­we­der es ist eine andere Form des klas­si­schen Buches oder das E-Book ist eine kom­plett neue Medi­en­form. Das hängt von der Erwar­tungs­hal­tung der Kun­den und der Bereit­schaft zum Wan­del bei den Ver­la­gen ab. Und hier man­gelt es an der Aus­ein­an­der­set­zung, an der For­mu­lie­rung von Wün­schen, auf bei­den Sei­ten! Bis zur Her­stel­lung des End­pro­duk­tes, der Fahne im ursprüng­li­chen Sinne, des Mas­ter­tapes in der Musik­in­dus­trie, blei­ben die Auf­ga­ben gleich, die nun mal nicht kos­ten­los zu machen sind, wenn gute Qua­li­tät erzielt wer­den soll. Auch ein E-Book recht­fer­tig sei­nen Preis (der von Ange­bot und Nach­frage bestimmt wird). Nicht nur im Druck, son­dern viel­mehr in den Arbeits­schrit­ten zuvor liegt die Wert­schöp­fung. Wenn diese Erkennt­nis wie­der in das Bewußt­sein aller steigt, wird es zu einer befrie­di­gen­den Dis­kus­si­ons­lö­sung kom­men. Auf­ein­an­der zuge­hen und zuhö­ren sind die Schlüs­sel zum Erfolg.

Was mei­nen Sie?

Wir freuen uns über eine anre­gende Dis­kus­sion. Der Meine Ver­lag steht – das zu unse­rer Posi­tion – als inno­va­ti­ver Ver­lag neuen Tech­no­lo­gien und Ände­run­gen offen und inter­es­siert gegenüber.

P. S.: Diese Dis­kus­sion läßt sich dann wei­ter beim Punkt der Preis­bin­dung füh­ren. Aber es ist recht ein­fach zu klä­ren: wol­len wir die Preis­bin­dung als Schutz des beson­de­ren Kul­tur­gu­tes Buch? Wenn ja, ist das E-Book (auch wenn es eine eigene Medi­en­form wäre) auch ein Kul­tur­gut? Soll­ten beide Frage mit Ja beant­wor­tet wer­den, dann gilt für das E-Book auch die Preisbindung.

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02 2010

AEON. Forum für junge Geschichtswissenschaft ist online – Bd. 1 (2009) erschienen

Wir sind glück­lich. Wir sind die Her­aus­ge­ber Golo Ley und Has­san Soi­lihi Mzé, die Redak­tion von AEON und natür­lich der Ver­lag. Und glück­lich sind wir dar­über, daß der erste Band von AEON erschie­nen ist: neben dem Edi­to­rial sind seit ges­tern, dem 15. Okto­ber 2009, drei Bei­träge publi­ziert wor­den (eigent­lich ist ers­ter Band als Begriff hoch­tra­bend, aber die Band­zäh­lung von AEON geht vom 15. Okto­ber eines Jah­res bis zum 30. Sep­tem­ber des Fol­ge­jah­res, daher nun Band 1). Als OpenAccess-Zeitschrift sind sie nun für alle Leser kos­ten­los als PDF-Datei erreich– und lesbar.

Ich lade Sie nun herz­lich ein, in AEON zu stö­bern, die Bei­träge zu lesen.

Der Meine Ver­lag bedankt sich recht herz­lich bei den bei­den Her­aus­ge­bern, Golo Ley und Has­san Soi­lihi Mzé, bei der Redak­tion und allen Unter­stüt­zern für ihre Hilfe, Arbeit, Moti­va­tion und wohl­wol­lende Beglei­tung. Wir freuen uns über diese erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit. Es geht weiter!

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10 2009

OpenAccess-Tagung im Frankfurter Literaturhaus – Meinungen und Links

In die­ser Woche fand im Frank­fur­ter Lite­ra­tur­haus die Tagung zum “Hei­del­ber­ger Appell” statt, die ers­ten Stim­men dazu sind nun im Netz erschie­nen (auch wenn es wohl ein Wider­spruch zur Hal­tung man­cher Teil­neh­mer sein mag ;-) ). Wir konn­ten daran lei­der nicht teil­neh­men, haben aber inter­es­siert die ver­schie­de­nen Bericht sofort gele­sen. Faßt man die Grund­in­for­ma­tio­nen zusam­men, scheint die Tagung nur eine reale Wider­gabe des Hei­del­ber­ger Appells gewe­sen zu sein: Ver­mi­schung von Begrif­fen, die über­haupt nichts damit zu tun haben; kein Ein­ge­hen auf die Argu­mente der jewei­li­gen Seite; nur eine Schein­dis­kus­sion; Vor­tra­gende, die nur einer Dis­kus­si­on­s­eite ange­hör­ten. Schade!

Unsere Posi­tion zum Hei­del­ber­ger Appell fin­den sie hier.

Es ist Zeit, daß diese Dis­kus­sion nun end­lich pole­misch frei und sach­be­zo­gen geführt wird. Dazu gehört auch eine genaue Anwen­dung der Begriffe causa google, OpenAc­cess und elek­tro­ni­sches Publi­zie­ren! Solange dies nicht geschieht, wer­den sich die Fron­ten verhärten.

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07 2009