Wie treffsicher und lebendig die deutsche Sprache ist – Aktion “Lebendiges Deutsch”
Sprache ist ein besonderes Kulturgut. Sie begleitet uns vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, ja selbst in unseren Träumen. Mit ihr drücken wir unsere Gedanken und Empfindungen aus, kommunizieren mit unseren Mitmenschen. Sie ist vielfältigen Einflüssen und Wandlungen unterworfen, kein fixes Gebilde, sondern ändert sich im Gebrauch. Letzteres ist zunächst nicht besonders schlimm und erst recht nicht zu verdammen, dennoch mißfällt mir in den letzten Jahren die Flut an Anglizismen im Deutschen, wobei ich hier klar unterscheide zwischen den Anglizismen, die durch den neuen Wissensbereich der Computertechnologie eingedrungen sind, und denjenigen, die in der vollkommen falschen Annahme, angeblich modern zu sein, Alltagswörter verhunzen. Bestes Beispiel ist das Ticket anstatt Fahrkarte oder Eintrittskarte. Daher finde ich die Aktion “Lebendiges Deutsch” der Stiftung Deutscher Sprache toll und begrüßenswert. Ohne die Verwendung von Fremdwörtern komplett zu verteufeln, werden wieder die deutschen Begriffe zu manch – sinnlosem – Anglizismus ins Bewußtsein gebracht. Denn der deutschen Sprache liegt es in “den Genen” wandelbar und anpassungsfähig zu sein.
Übrigens ist einer der Initiatoren dieser Aktion der bekannte Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider. Von ihm gibt es in der Online-Ausgabe (Denglish
> gibt es dafür einen rein deutschen Begriff?) der Süddeutschen Zeitung eine pointierte und dennoch unterhaltsame sprachkritische Videokolumne “Speak Schneider”. Ist es ein Wortspiel, warum im Titel ein englisches Wort verwendet wurde? *Kopfkratz*
- Link zur Videokolumne “Speak Schneider” von Wolf Schneider in der Süddeutschen Zeitung



