Ian Kershaw und Timothy Snyder erhalten den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012

Ian Kershaw

Ian Kers­haw. Urhe­ber: http://commons.wikimedia.org/wiki/User:LIU

Der Leip­zi­ger Buch­preis zur Euro­päi­schen Ver­stän­di­gung 2012 wird zu glei­chen Tei­len an den bri­ti­schen His­to­ri­ker Ian Kers­haw und an den US-Historiker Timo­thy Sny­der ver­lie­hen, so das Urteil der inter­na­tio­nal besetz­ten Jury.

Aus der Menge der his­to­ri­schen Arbei­ten zum Kriegs­ende ragt Ian Kers­haws im ver­gan­ge­nen Jahr bei der Deut­schen Ver­lags Anstalt erschie­nene große Stu­die »Das Ende. Kampf bis in den Unter­gang. NS-Deutschland 1944/45« in ihrer umfas­sen­den Dar­stel­lung, tief­grei­fen­den Ana­lyse und anschau­li­chen Schil­de­rung her­vor. Kers­haw fin­det neue Ant­wor­ten auf die Frage, warum die mili­tä­risch bereits besieg­ten Deut­schen noch fast ein Jahr lang wei­ter­kämpf­ten und bis zur tota­len Ver­wüs­tung des Lan­des durch­hiel­ten. Anhand zahl­lo­ser ein­leuch­ten­der Bei­spiele legt er eine Fülle unter­schied­li­cher Ursa­chen für die Selbst­zer­stö­rung der Deut­schen dar.

In sei­nem 2011 bei C.H.Beck erschie­nen Buch »Blood­lands. Europa zwi­schen Hit­ler und Sta­lin« ver­bin­det Timo­thy Sny­der genau recher­chierte Daten über das deut­sche und sowje­ti­sche Mor­den in der Mitte des 20. Jahr­hun­derts mit der Erin­ne­rung an indi­vi­du­el­les Leid. Er erwei­tert unsere Vor­stel­lung vom indus­tria­li­sier­ten Mas­sen­mord, indem er Hun­ger und Ter­ror als Todes­ur­sa­che für mehr als die Hälfte der Opfer in den Blick rückt. Dabei ent­geht »Blood­lands« jeder­zeit der Gefahr des Abstump­fens: Hin­ter den unvor­stell­ba­ren Zah­len hält Timo­thy Sny­der die Men­schen und ihre ein­zel­nen Schick­sale stets sicht­bar. Beide Auto­ren befas­sen sich in ihren jüngs­ten Stu­dien mit dem Zwei­ten Welt­krieg, jedoch ist ihre jewei­lige his­to­ri­sche Fra­ge­stel­lung so unter­schied­lich, dass die Werke ein­an­der vor­züg­lich ergän­zen und als kom­ple­men­tär zuein­an­der les­bar sind. Beide Werke ver­bin­det auch, dass sie ein tie­fe­res Ver­ständ­nis Euro­pas für seine eigene Schre­ckens­ge­schichte ermöglichen.

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18

03 2012

Preis der Leipziger Buchmesse 2012 vergeben

Große Augen bekommt, wer die vielen Bücher sieht, die zum Preis der Leipziger Buchmesse eingereicht wurden. Vor der Glashalle stapeln sich die Neuerscheinungen großer und kleiner Verlage.

Große Augen bekommt, wer die vie­len Bücher sieht, die zum Preis der Leip­zi­ger Buch­messe ein­ge­reicht wur­den. Vor der Glas­halle sta­peln sich die Neu­er­schei­nun­gen gro­ßer und klei­ner Verlage.

Wolf­gang Herrn­dorf, Jörg Babe­row­ski und Chris­tina Viragh sind die Preisträger

Hun­derte Zuschauer und Medi­en­ver­tre­ter war­te­ten am Nach­mit­tag des ers­ten Buch­mes­se­ta­ges (15. März 2012) gespannt auf die Ent­schei­dung der Jury unter Vor­sitz von Verena Auf­fer­mann zum ach­ten Preis der Leip­zi­ger Buch­messe. In der Glas­halle des Leip­zi­ger Mes­se­ge­län­des erleb­ten sie eine emo­tio­nale Preis­ver­lei­hung und zoll­ten den Gewin­nern gro­ßen Bei­fall. Der Preis der Leip­zi­ger Buch­messe 2012 wurde Wolf­gang Herrn­dorf (Bel­le­tris­tik), Jörg Babe­row­ski (Sachbuch/Essayistik) und Chris­tina Viragh (Über­set­zung) zuer­kannt. Den Preis in der Kate­go­rie Bel­le­tris­tik für Wolf­gang Herrn­dorf nahm Robert Koall ent­ge­gen, ein enger Freund und Dra­ma­turg sei­ner Stü­cke sowie Chef­dra­ma­turg am Staats­thea­ter Dres­den. Jörg Babe­row­ski und Chris­tina Viragh waren per­sön­lich beim Fest­akt in Leip­zig zuge­gen und stell­ten sich dem Blitz­licht­ge­wit­ter. Nomi­niert waren jeweils fünf Auto­ren oder Übersetzer.

Kate­go­rie Belletristik

Wolf­gang Herrn­dorf
Sand
Rowohlt Ber­lin Verlag

Zur Begrün­dung
Es gibt bestimmt Romane, deren Hand­lung sich leich­ter zusam­men­fas­sen lässt als die von Wolf­gang Herrn­dorfs SAND. Sicher ist fol­gen­des: Die Geschichte spielt Anfang der 70er Jahre, sie spielt in Afrika, in brül­len­der Hitze, und in ihrem Zen­trum steht ein Mann, der sein Gedächt­nis ver­lo­ren hat. Nicht ein­mal sei­nen Namen weiß er noch — als ihn jemand Carl nennt, ist er ein­ver­stan­den. Carl, den wir blut­über­strömt und mit einer Kopf­ver­let­zung ken­nen­ler­nen, wird von mys­te­riö­sen Gestal­ten ver­folgt, die er nicht kennt. Er wird gefol­tert und weiß nicht, warum. Man will irgend­et­was von ihm, aber er weiß nicht, was. Um sein Leben zu ret­ten, ver­spricht er, es zu besor­gen, was auch immer es ist — und von da ab kommt es eigent­lich immer nur noch schlim­mer. Er gerät von einer aus­weg­lo­sen Situa­tion in die nächste, was immer er auch beginnt, endet in einer Sack­gasse. Eine geheim­nis­volle blonde Frau namens Helen spielt womög­lich ein fal­sches Spiel mit ihm. Dubiose Poli­zis­ten tau­chen auf und ver­schwin­den wie­der. Das Buch liest sich span­nend wie ein Agenten-Thriller. Nie lässt sich vor­her­sa­gen, wie die Hand­lung hin­ter der nächs­ten Kurve wei­ter­ge­hen wird, wer oder was dem Hel­den als nächs­tes übel mit­spie­len wird. Im Grunde han­delt SAND von der Sinn­lo­sig­keit jeg­li­chen Tuns und von Ver­geb­lich­keit. Es kommt ja eh immer anders, als man denkt.

Was die­sen Roman so ein­zig­ar­tig macht, ist, mit wel­cher Leich­tig­keit, wel­cher Ele­ganz im Ton und wel­chem Sinn für Komik auch Wolf­gang Herrn­dorf diese abso­lute Alp­traum­sze­ne­rie erzählt. Man folgt die­sem Erzäh­ler gerne und in blin­dem Ver­trauen in die abstru­ses­ten Situa­tio­nen. Lässt sich von ihm auf ver­wir­rende, immer aber schil­lernde Abwege füh­ren. Tappt mit sei­nem Hel­den zusam­men im Dun­kel von des­sen Iden­ti­tät und brennt dar­auf, alle Puz­zle­teile end­lich zusam­men­zu­fü­gen, von denen lange nicht klar ist, ob und wie sie sich zusam­men­fü­gen las­sen. Was das Ver­gnü­gen umso grö­ßer macht, wenn sie es letzt­lich tun. Und ist bei all die­sem Irr­sinn und den Tur­bu­len­zen beim Lesen aller­bes­tens unterhalten.

Im ver­gan­ge­nen Jahr war hier schon ein Roman von Wolf­gang Herrn­dorf nomi­niert: TSCHICK. Nun zu behaup­ten, die­ses neue Buch sei erwach­se­ner, wäre zu ein­fach — und es wäre auch falsch. Es ist ein voll­kom­men ande­res, anders­ar­ti­ges Werk — und das zeigt eben auch, was für ein gro­ßer Erzäh­ler die­ser Autor ist.

Wir freuen uns sehr, dass Wolf­gang Herrn­dorf für SAND die­ses Jahr den Preis der Leip­zi­ger Buch­messe in der Kate­go­rie Bel­le­tris­tik gewinnt.

Der Autor
Wolf­gang Herrn­dorf, 1965 in Ham­burg gebo­ren, hat Male­rei stu­diert und unter ande­rem für das Sati­re­ma­ga­zin Tita­nic gezeich­net. 2002 erschien sein Debüt­ro­man In Plüsch­ge­wit­tern, 2007 der Erzähl­band Dies­seits des Van-Allen-Gürtels und 2010 der Roman Tschick, der zum Über­ra­schungs­er­folg wurde und mitt­ler­weile in 12 Spra­chen vor­liegt. Wolf­gang Herrn­dorf wurde mit dem Deut­schen Erzäh­ler­preis 2008, dem Brentano-Preis 2011 und dem Hans-Fallada-Preis 2012 ausgezeichnet.

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17

03 2012

100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek

100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek

100 Jahre Deut­sche Nationalbibliothek

Mit 100 Ver­an­stal­tun­gen an ihren Stand­or­ten in Leip­zig und Frank­furt am Main fei­ert die Deut­sche Natio­nal­bi­blio­thek zwi­schen März und Okto­ber ihr 100-jähriges Beste­hen. Der Grün­dungs­ver­trag wurde am 3. Okto­ber 1912 in Leip­zig unter­zeich­net. Zu Aus­stel­lun­gen und Lesun­gen, Kon­zer­ten und Tagen der offe­nen Tür, Fest­ver­an­stal­tun­gen und Mit­mach­ak­tio­nen wird die Öffent­lich­keit im Jubi­lä­ums­jahr ein­ge­la­den. Heute wird das Ver­an­stal­tungs­pro­gramm, das von der Leip­zi­ger Buch­messe bis zur Frank­fur­ter Buch­messe reicht im Inter­net ver­öf­fent­licht. Es ist Teil der Jubi­lä­ums­web­site und unter www.dnb.de/100jahre zu erreichen.

„An ihrem Grün­dungs­stand­ort Leip­zig und in Frank­furt am Main wol­len wir mit einem viel­fäl­ti­gen Ver­an­stal­tungs­pro­gramm mög­lichst viele Men­schen direkt anspre­chen und eine fri­sche, 100 Jahre junge Biblio­thek zei­gen.“ sagt die Gene­ral­di­rek­to­rin der Deut­schen Natio­nal­bi­blio­thek, Dr. Eli­sa­beth Nig­ge­mann. „Wir freuen uns auf unsere Gäste bei Ein­zel– und Fort­set­zungs­le­sun­gen, Tagen der offe­nen Tür, bei Aus­stel­lungs­er­öff­nun­gen und Fest­ver­an­stal­tun­gen. Die Samm­lung der Deut­schen Natio­nal­bi­blio­thek ist auf Voll­stän­dig­keit und auf Dauer ange­legt. Sie reicht von gedruck­ten Büchern bis zu Netz­pu­bli­ka­tio­nen und im Deut­schen Musik­ar­chiv von den ältes­ten bis zu den moderns­ten Musik­da­ten­trä­gern. Wir laden dazu ein, diese Viel­falt in unse­ren Häu­sern zu erleben.“

Den Auf­takt macht am 13. März die Eröff­nung der neuen Dau­er­aus­stel­lung des Deut­schen Buch– und Schrift­mu­se­ums in Lei­zig. Wei­tere Höhe­punkte des Pro­gramms sind ein Kon­zert­wo­chen­ende mit Xavier Nai­doo und Clueso in Leip­zig und eine Aus­stel­lung zum Exil in Koope­ra­tion mit dem Deut­schen Lite­ra­tur­ar­chiv Mar­bach. Die Prä­sen­ta­tion einer Son­der­brief­marke und einer Gedenk­münze zum Jubi­läum sowie ein Fest­akt run­den das Ver­an­stal­tungs­pro­gramm ab.
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05

03 2012

Ein Gedächtnis zieht um

46 Kilometer Archivgut an vier Standorten. Urkunden, Karten und fast 2 Millionen Fotos.

46 Kilo­me­ter Archiv­gut an vier Stand­or­ten. Urkun­den, Kar­ten und fast 2 Mil­lio­nen Fotos.

Eine Foto­gra­fie­aus­stel­lung mit Arbei­ten von Jill Luise Mues­sig lädt ab Sonn­tag, dem 4. März 2012, ins Lan­des­haupt­ar­chiv Sachsen-Anhalt nach Mag­de­burg ein

46 Kilo­me­ter Archiv­gut an vier Stand­or­ten. Urkun­den, Kar­ten und fast 2 Mil­lio­nen Fotos. Das Lan­des­haupt­ar­chiv Sachsen-Anhalt ist ein ein­zig­ar­ti­ger Ort des Erin­nerns, des­sen Samm­lung an his­to­ri­schen Doku­men­ten in Größe und zeit­li­chem Umfang her­aus­ra­gend ist. Für den Umzug von Tei­len des Archivs im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den otto­ni­sche Urkun­den ebenso ver­packt wie preu­ßi­sche Akten und die Über­lie­fe­rung der DDR. Die Künst­le­rin Jill Luise Mues­sig hat den Pro­zess foto­gra­fisch beglei­tet: vom Aus­gangs­zu­stand über die lee­ren Flure bis zur Neu­ord­nung der Archi­va­lien am neuen Stand­ort. Die Foto­gra­fien sind nun vom 4. März bis zum 9. Sep­tem­ber 2012 im Lan­des­haupt­ar­chiv Sachsen-Anhalt in Mag­de­burg zu sehen.

Jill Luise Mues­sig, gebo­ren 1969 in Mag­de­burg, stu­dierte Foto­gra­fie an der Hoch­schule für Gra­fik und Buch­kunst in Leip­zig, wo sie als Meis­ter­schü­le­rin bei Prof. Alba D’Urbano außer­dem im Stu­di­en­gang Medi­en­kunst abschloss. In ihrer aktu­el­len foto­gra­fi­schen Arbeit, die sich zwi­schen Archi­vie­rung und Kunst­pro­jekt bewegt, erhielt sie im Lan­des­haupt­ar­chiv Sachsen-Anhalt Ein­bli­cke, die sonst der Öffent­lich­keit ver­bor­gen blei­ben. Mit ana­lo­ger Mit­tel­for­mat­ka­mera hat sie den Pro­zess des Aus-, Um– und Ein­la­gerns in alten wie neuen Spei­cher­or­ten als foto­gra­fisch beglei­tet. In den sonst her­me­tisch ver­schlos­se­nen Räu­men gelang ihr eine sen­si­ble Doku­men­ta­tion des über Jahre gewach­se­nen Gewe­bes von Ort und Zeit, sei­ner Zer­glie­de­rung für den Umzug und die Neu­kom­po­si­tion am erwei­ter­ten Stand­ort in der Brück­straße 2 in Magdeburg.

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02

03 2012

Es ist wie es ist. Nicht. Ausstellung der Künstlergruppe WUESTend in der Galerie Alma Refugium Dessau

Es ist wie es ist. Nicht.

Es ist wie es ist. Nicht.

Die Gale­rie Alma Refu­gium Des­sau prä­sen­tiert mit dem Team WUES­Tend Medi­en­kunst aus Sachsen-Anhalt. WUES­Tend besteht aus Henry Mer­tens (Video), Ger­rit Heber (Musik und Sound) sowie Uli Witt­s­tock (Text). Als mul­ti­me­dia­les Kol­lek­tiv grün­dete sich die Künst­ler­gruppe im Jahr 2010 und hat seit­dem an zahl­rei­chen Aus­stel­lun­gen teilgenommen.

In Des­sau prä­sen­tie­ren die drei Akteure über­wie­gend poli­ti­sche Arbei­ten, die zum Teil erst­ma­lig gezeigt werden.

Als eine Art Vor­wort schrei­ben die Künstler:

„Alter­na­tiv­los – die­ser Begriff hat inzwi­schen einen fes­ten Platz in der Poli­tik ein­ge­nom­men. Wir miss­trauen die­ser Form der Selbst­ver­ge­wis­se­rung. Die Poli­tik setzt auf Zah­len­mys­tik und jon­gliert mit Ein­sen und Nul­len, als ginge es um eine Welt­for­mel. Wir set­zen auf die Rück­er­obe­rung der Wirklichkeit.“

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01

03 2012

USA: Neue Gesetzesinitiative zur Förderung von Open Access

Der “Rese­arch Works Act” , die Geset­zes­in­itia­tive, die natio­na­len For­schungs­ein­rich­tun­gen in den USA jeg­li­ches Enga­ge­ment für den Grü­nen Weg des Open Access unter­sa­gen möchte, hat nun eine Gegen­spie­le­rin: den “Federal Rese­arch Public Access Act (FRPAA) of 2012″ (PDF).

Diese Geset­zes­in­itia­tive möchte natio­nale For­schungs­ein­rich­tun­gen ver­pflich­ten, Publi­ka­tio­nen, die im Rah­men von geför­der­ten Pro­jek­ten ent­ste­hen,  spä­tes­tens sechs Monate nach Ver­öf­fent­li­chung in einem refe­rier­ten Jour­nal frei zugäng­lich zu machen.

Der Kon­gress­ab­ge­ord­nete Mike Doyle, der die Initia­tive vor­an­treibt beschreibt dasAnlie­gen des FRPAA auf sei­ner Website:

“The Federal Rese­arch Public Access Act would require federal agen­cies with an extra­mu­ral rese­arch bud­get of $100 mil­lion or more to make federally-funded rese­arch avail­able for free online access by the gene­ral public, no later than six months after publi­ca­tion in a peer-reviewed journal.”

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum FRPAA fin­den sich im Blog von PLoS-Gründer Michael Eisen. Über die Geschichte des FRPAA infor­miert das Har­vard Open Access Project.

Der “Rese­arch Works Act” hat in den letz­ten Wochen einen gro­ßes Echo in der Wis­sen­schafts­ge­meinde ausgelöst:

Eine umfas­sende Dar­stel­lung der Dis­kus­sio­nen rund um den “Rese­arch Works Act”  lie­fert Wisspub-Autor Ulrich Herb unter dem Titel “Die Rück­kehr des Kom­mu­ni­ta­ris­mus” im Freitag.

Zuerst ver­öf­fent­licht von  auf wisspub.net

22

02 2012

Neue Artikel im Magdeburger Journal zur Sicherheitsforschung

Der Meine Ver­lag setzt das Mag­de­bur­ger Jour­nal zur Sicher­heits­for­schung mit dem 2. Band fort. Die ers­ten bei­den Arti­kel der Serie „Infor­ma­ti­ons­tech­nik und Sicher­heits­po­li­tik. Wird der dritte Welt­krieg im Inter­net aus­ge­tra­gen?“, her­aus­ge­ge­ben von Jörg Sam­ble­ben und Ste­fan Schu­ma­cher, sind bereits online. Robert Kud­rass setzt sich in „Daten­schutz, IT-Sicherheit, Betriebs­schutz: Unter­neh­mens­ent­schei­dun­gen zwi­schen gesetz­li­chem Zwang und betrieb­li­cher Not­wen­dig­keit“ mit dem Risiko des Daten­dieb­stahls über Fir­men­netz­werke aus­ein­an­der und wie Kon­zerne immer wie­der Opfer von Hacker­an­grif­fen wer­den. In „Sicher­heits­um­feld Cyber-Space: Abhän­gig­kei­ten, Akteure, Her­aus­for­de­run­gen und Per­spek­ti­ven“ von Felix F. Seid­ler wird der Wan­del der Sicher­heits­po­li­tik im Cyber-Space, aus­ge­hend von einer zuneh­men­den Ver­net­zung sämt­li­cher elek­tro­ni­scher Geräte, thematisiert.

Zeit­nah erschei­nen auch Texte u. a. von Kris­tin Krü­ger Gün­ther K. Weiße.

Außer­halb die­ser Serie erscheint auch der Arti­kel „Ein­füh­rung in die For­schungs­the­ma­tik der ver­deck­ten Kanäle“ von Stef­fen Wend­zel und Jörg Kel­ler. Die­ser Text erscheint in der Serie zum Datenspuren-Symposium des Chaos Com­pu­ter Club Dres­den und bie­tet zunächst eine Ein­füh­rung in die The­ma­tik der verdeckten

Kanäle, ihre Risi­ken und Chan­cen. Anschlie­ßend wer­den exem­pla­risch einzelne

Tech­ni­ken zur Erzeu­gung von ver­deck­ten Kanä­len vor­ge­stellt, sowie gän­gige Gegen­maß­nah­men dis­ku­tiert. Der Arti­kel schließt mit einem Über­blick über neuere Tech­ni­ken der letz­ten Jahre.

 

Die sicherheitspolitische Streitkultur in der Bundesrepublik Deutschland

Die sicherheitspolitische Streitkultur in der Bundesrepublik Deutschland

Die sicher­heits­po­li­ti­sche Streit­kul­tur in der Bun­des­re­pu­blik Deutschland

In der Reihe „Sicher­heits– und Ver­tei­di­gungs­po­li­tik des BSH“ erscheint der 1. Band „Die sicher­heits­po­li­ti­sche Streit­kul­tur in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land“. Er ent­hält die Bei­träge zum 1. Aka­de­mi­schen Nach­wuchs­för­der­preis „Gol­dene Eule“ des Bun­des­ver­ban­des Sicher­heits­po­li­tik an Hoch­schu­len.
Das Pro­jekt „Gol­dene Eule“ star­tete im Jahr 2009 und sollte mit­tels des Wett­be­wer­bes Stu­den­ten moti­vie­ren, sich inner­halb eines the­ma­tisch offe­nen Rah­mens inter­dis­zi­pli­när mit sicher­heits­po­li­ti­schen Fra­ge­stel­lun­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen. Ihre Bei­träge sol­len einen neuen Blick­win­kel aus der Sicht des aka­de­mi­schen Nach­wuch­ses auf den sicher­heits­po­li­ti­schen Dis­kurs eröff­nen. Im Rah­men des Wett­be­wer­bes ent­stand so eine Band­breite an Zugän­gen zu die­sem The­men­kom­plex, wel­che in die­sem Sam­mel­band exem­pla­risch vor­ge­stellt wird.
Ent­hal­ten ist unter ande­rem der Bei­trag von Ste­fan Schu­ma­cher „Sicher­heit Mes­sen“, der die Wich­tig­keit der Koope­ra­tion von Geis­tes– und Infor­ma­ti­ons­wis­sen­schaf­ten auf­zeigt. Die stu­den­ti­schen Bei­träge erstre­cken sich von exem­pla­ri­schen Unter­su­chun­gen bis zu phi­lo­so­phi­schen Ansät­zen, was ein­drucks­voll unter Beweis stellt, wie pro­fi­ta­bel die inter­dis­zi­pli­näre Her­an­ge­hens­weise für den sicher­heits­po­li­ti­schen Dis­kurs in Deutsch­land ist.

 

09

12 2011

„Erster Magdeburger Verlegerabend“ am 2. November 2011 — Wir laden ein

Erster Magdebuger Verlegerabend

Ers­ter Mag­de­bu­ger Verlegerabend

Ken­nen Sie Ihre Kol­le­gen aus der Region? Wis­sen Sie, wel­che Ver­lage in Mag­de­burg und Umge­bung aktiv sind und mit wel­chem Pro­fil, mit wel­chen Auto­ren und wel­chen The­men­ge­bie­ten sie an den Markt gehen?

Auch wenn es nicht so scheint, so gibt es doch in Sachsen-Anhalt und spe­zi­ell in Mag­de­burg eine Ver­lag­szene. Nicht unbe­dingt auf den ers­ten Blick, doch diese Region hat Auto­ren, Ideen und Ver­lage, die Bücher pro­du­zie­ren. Nur muss­ten wir fest­stel­len, dass sich Ver­lage, Ver­le­ge­rin­nen und Ver­le­ger nicht unbe­dingt ken­nen. Und manch­mal geht es nicht um Wett­be­werb und Kon­kur­renz, son­dern um ein gegen­sei­ti­ges berei­chern und moti­vie­ren. Auch kann man nicht alle Pro­jekte im Allein­gang stemmen.

Also: Warum immer alleine arbei­ten? Das haben wir uns im Meine Ver­lag auch gefragt und laden daher zum „Ers­ten Mag­de­bur­ger Ver­le­ger­abend“ ein. Herz­lich will­kom­men sind alle Ver­le­ge­rin­nen und Ver­le­ger und ver­lags­na­hen Berufe der Stadt und Region Mag­de­burg zu einem locke­ren Aus­tausch und Kennenlernen.

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İstanbul Apartmanı. Eine Ausstellung der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und der Stipendiaten der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Ausstellung İstanbul Apartman

Aus­stel­lung İstan­bul Apartman

Die Gale­rie der Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle im Volks­park zeigt vom 13. Okto­ber bis 6. Novem­ber 2011 unter dem Titel „İstan­bul Apart­manı“ Arbei­ten der Istanbul-Stipendiaten der Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle und der Kunst­stif­tung des Lan­des Sachsen-Anhalt.

Über die Aus­stel­lung, die auf ihrer ers­ten Sta­tion vom 16. bis 30. Sep­tem­ber 2011 in der Gale­rie der Mimar Sinan Güzel Sanat­lar Üni­ver­si­tesi in Istan­bul gezeigt wurde, sagt Prof. Dr. Nike Bätz­ner, Pro­rek­to­rin der Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle: „Der erste Part unse­rer Stipendiaten-Ausstellung in Istan­bul war ein gro­ßer Erfolg. Par­al­lel zu den Eröff­nungs­ta­gen der Istanbul-Biennale konn­ten wir viel Fach­pu­bli­kum in die wun­der­ba­ren Aus­stel­lungs­räume der Mimar Sinan Güzel Sanat­lar Üni­ver­si­tesi am Bos­po­rus locken. Dass unsere Sti­pen­dia­ten die Zeit in Istan­bul inten­siv zum Arbei­ten und zur Aus­ein­an­der­set­zung mit die­ser ein­zig­ar­ti­gen Stadt genutzt haben, wird anhand der Expo­nate auf viel­fäl­tige Weise erfahr­bar. Die Zusam­men­ar­beit mit der Mimar Sinan Güzel Sanat­lar Üni­ver­si­tesi wer­den wir nach die­ser Erfah­rung wei­ter inten­si­vie­ren – ein schö­nes Zei­chen dafür ist, dass eine Dele­ga­tion aus Istan­bul zu unse­rer Aus­stel­lungs­er­öff­nung nach Halle kommt. In Istan­bul haben wir die Expo­nate wegen der über­bor­den­den Ein­drü­cke der 15-Millionen-Stadt sehr kon­zen­triert und museal prä­sen­tiert. In Halle hin­ge­gen stel­len wir her­aus, dass ein solch alle Sinne for­dern­des Inter­mezzo im Aus­land bei den jun­gen Künst­le­rin­nen und Künst­ler die Lust am Expe­ri­men­tie­ren und Pro­zesse aus­löst, die ihre Arbeit in auch für sie selbst über­ra­schende Rich­tun­gen wei­ter treibt.“

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